...der ja nicht mehr so heißt, sondern vollkommen unromantisch jetzt 395, 396, 397 und 398 Gestern abend war der Bus auf der 395 (ex A) beunruhigend voll mit 10 Beförderungsfällen. Gefahren ist Citaro Ü BTF-VE 224, an der Bärteichpromenade konnte auf Cito BTF-VE 104 umgestiegen werden, der auf BL 396 unterwegs war. Bin gestern (nach mindestens 10 Jahren) mal wieder bis zur Rüsternbreite mitgefahren und war positiv überrascht, daß das Thälmann-Relief noch steht. FTB
Naja der Fahrplan wurde ein bissel blöde gemacht,weil fast jeden stunde schickt RVK ein Bus nach Hinsdorf und dann wartet der Busfahrer 30 min hier. Dann fährt er wieder nach Köthen und denn gehts so weider.
Also wie schon gesagt die Stadtbuslinien wurden wie alle Stadtbuslinien bei Vetter in 300er Linien umgestellt.Es gibt heutzutage noch die Linie 396(ehemals A),die mo-fr im 30 min Takt fährt und das nur bis ungefähr 18:30 Uhr.Danach ist Schluss mit normalen Busverkehr.Früher fuhr diese Linie mal bis fast 21.00 Uhr(um 2006/2007).Am Samstag verkehrt diese Linie von 8-17 Uhr stündlich,früher gab es am Samstag bis 19.00 Uhr Linienverkehr.Sonntags fährt auf dieser Linie nichts(früher gab es auch Sonntags Busse),wie auf allen Stadtbuslinien in Köthen.Es gibt nur die Option Anrufbus(das Allheilmittel Vetters ).Desweiteren gibt es noch die Linie 396(ehemals B),die mo-fr von 9-16 Uhr stündlich fährt und Samstags auch 9-16 Uhr stündlich fährt.Früher gab es früh ein Bus mehr ansonsten hat sich hier vergleichbar wenig geändert.Ansonsten wurden die Linien C und D eingestellt bzw mitintegriert in die anderen Linien.Zum Einsatz kommen die bekannten himmelblauen Citaro(O530) von Vetter die wie überall in den Vetterlandkreisen fahren. Wie überall kann man hier natürlich sehen das Vetter versucht einzusparen und alles auf Sparflamme runterzufahren.Vetter typisch halt. Grüße Jonas
Nunja, in den letzten Jahren ging es eben steil bergab - aber vielleicht hilft es ja, wenn man an die Durchhalteparolen der Verwaltungen glaubt ("Es wird alles besser"). Eine Umstellung der Linienbezeichnungen hat es, zumindest im Stadtverkehr, nicht direkt gegeben. Hätte sich das Verkehrsunternehmen und der Landkreis auch nur einmal an seine Fachplanungsdokumente gehalten, gäbe es die 300er Linien nur innerbetrieblich. Eine offizielle Umstellung war eigentlich gar nicht vorgesehen. Bekannter Maßen interessiert es aber in der Verwaltung in Bitterfld relativ wenig, was man irgendwann mal beschlossen hat, schließlich ist es nicht bindend.
Alles, was nicht im Dunstkreis von Bitterfeld liegt oder vom Land durch eine Deltafinanzierung mitgetragen wird, wird durch entsprechende Herabwürdigung geschätzt. So können die Städte Zerbst und Köthen froh sein, dass dort überhaupt noch ein Stadtbusangebot vorhanden ist. Der Regionalverkehr wurde ja bereits großflächig eingestampft. Dann kommen da solche tollen Sachen bei raus, dass in den Ferien genau zwei mal pro Woche ein Bus nach Gröbzig fährt ... Als "Allheilmittel" wird ständig der Anrufbus gepriesen - wenn man sich aber mal anschaut, was für "Fachkräfte" hier als Subunternehmen tätig sind, kann es einem schlecht werden - mal ganz davon abgesehen, dass auch die Fahrplanung für den Rufbus totaler Murx ist. Anschlüsse erreicht man sowohl in Köthen als auch in Dessau eher nach dem Prinzip Zufall - aber darin war die Vetter GmbH schon immer Spitze (Vorsicht, Kunde droht mit Auftrag ...)
Es ist schon ein Irrsinn, was die letzten Jahre hier so vorgegangen ist. Da wird ein Geschäftsführer mehrmals beim Ministerium für Verkehr vorstellig, um für die Einstellung und Angebotsverlagerung von Nebenstrecken zu Gunsten seines Unternehmens zu werben. Schließlich werden die Strecken doch noch im Ausschreibungsverfahren vergeben. Da man sich aber keinesfalls anderen Verkehrsunternehmen unterordnen will, tut man auch weiterhin alles, möglichst effektiv die Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen. Den Punkt auf das "i" setzt dann nur noch, dass man (obwohl man sich vorher weigerte eigene Verkehre abzugeben oder zu verlagern) plötzlich selbst Schienenverkehr erbringen möchte - wohlgemerkt ohne irgendeine wettbewerbliche Legitimation zu besitzen. So kann man sich unliebnsame Konkurrenten auch aus dem Weg räumen, SCALAR, Ruthe, Heinrich Reisen, DB Regio ...
Und damit auch nicht zu viel Aufmerksamtkeit auf die verquickten Geschäftsbeziehungen zwischen der Vetter GmbH und der Verwaltung entsteht, wird man nicht müde sich zu beschweren, dass es in der Bevölkerung große Befindlichkeiten gegen den Mittelstand gäbe und dass doch heute alles viel besser sei als beim VEB Kraftverkehr ... Nach alledem, was die letzten Jahre vorgefallen ist und wie sich das blaue Unternehmen als Monopolist festgesetzt hat, kann man den Verwaltungsangestellten weitgehende Unfähigkeit und Inkompetenz bescheinigen, die dann noch darin gipfelt, dass da ein Verkehrsunternehmen mit einem überzogen und untragbar gutem Angebot im Rahmen der Konzessionsvergabe den Zuschlag erhält - und nicht mal zwei Jahre später alles eingestampft wurde.
Wo ist der Linienverkehr von 5-18 Uhr? Wo ist der Anrufbus von 0-24 Uhr? Wo sind die barrierefreien Niederflurfahrzeuge? Wo ist der Taktverkehr? Wo sind die Anschlüsse und wo die super tollen Angebote für die Fahrgäste?
Hier hat sich der Landkreis ganz großartig über den Tisch ziehen lassen und den Großteil der Bevölkerung für dumm verkauft - aber es war ja sowieso nie die Absicht, einen funktionierenden ÖPNV aufzuziehen. Ansonsten hätte man den unternehmerischen Einfluss der Vetter GmbH mit seinen Befindlichkeiten gegen Wettbewerber und Fahrgastinteressen nicht Tür und Tor geöffnet. Und wenn man sich die politischen Entscheidungsträger anguckt, muss man feststellen, dass man heute zwar mehr Parteien hat - dafür scheint die Unfähigkeit gleich wohl noch größer zu sein als zur Zeit "der PARTEI".
Da kann man richtig froh sein, dass das OVG Magdeburg dem Anrufwahn einen ordentlichen Dämpfer verpasst hat - hoffentlich war es nicht der Letzte. Langsam sollte sich Herr Dr. Vetter mit dem Gedanken anfreunden, dass sich auch DB Regio nicht mehr alles gefallen lässt - das Vergaberecht gibt da genügend Interpretationsspielräume ...