Es ist ja kaum zu glauben, aber trotz des Geschachers zwischen Land, Landkreis und Verkehrsunternehmen (wobei letztere beide sehr originell versucht haben dem Land ordentlich Geld abzuknöpfen - überzogen viel, für das bisschen Anrufbus) hat man es nun geschafft den grandiosen Fahrplan der Linie 458 "deutlich" auszubauen. Alle Schulfahrten fahren über Bahnhof Zerbst damit die paar Reisewilligen wenigstens ab und zu noch verreisen können. In den Ferien fahren, laut Vetter, 4 Fahrten. Anscheinend ist man dort aber des Zählens nicht mächtig, erschienen doch im Fahrplan lediglich 3 Fahrtenpaare. Wie dem auch sei: Tolles Angebot! Und für sowas muss das Land auch noch Geld ausgeben...
Ich finde es gut, daß sich der Landkreis das Durchreichen von Leistungen des Landes an ihn bezahlen läßt! Das Busangebot ist natürlich deutlich unattraktiver als das Bahnangebot, weil es u.a. nur noch eine einseitige Anbndunge gibt (Richtung Zerbst). Insgesamt werden dem System ÖV wieder einige Fahrgäste verloren gehen, welche an anderer Stelle weitere ÖV-Angebote fragwürdig erscheinen lassen.
Der Ton macht die Musik! Ich finde es unerträglich und unangemessen, wie sich das Verkehrsunternehmen gegenüber dem Land verhält. Erpressung ist da noch eine schmeichelhafte Beschreibung, angefangen bei der LBL 434 und weiter über die ÖPNV-OV 471 bis zu den ÖPNV-OV Jütrichau. Und der Landkreis, Kraft seiner Wassersuppe und dahintrottenden Fachplaner, schaut zu und versucht auch noch die Töpfe zu schröpfen. Sorry, aber für so ein Verhalten habe ich kein Verständnis. Wenn es bei der NJL oder den VGS ohne dieses Gebaren funktioniert, kann man das auch von der Vetter GmbH erwarten. Zweifelsohne schadet das aber den Selbstdarstellern in jenem Unternehmen.